Unsere Werte, unser Leitbild

Der Viernheimer Hospizverein e.V. dient schwerstkranken und sterbenden Menschen ohne Rücksicht auf Glauben, Rasse und Nationalität. Dieser Dienst wird geleistet im Sinne christlicher Nächstenliebe.
Das Leitbild dient den Mitgliedern, den sterbenden Menschen und ihren Angehörigen, den Interessenten und Spendern.

 Unser Menschen- und Weltbild

  • Jeder Mensch ist einzigartig und verdient im Leben und Sterben respektvollen und würdigen Umgang. Wir betrachten das Leben umfassend, von der Empfängnis bis zum Tod.
  • Wir nehmen die Endlichkeit des Lebens an und respektieren den individuellen Sterbeprozess mit all seinen Auswirkungen für den sterbenden Menschen, für seine Familie und für uns.
  • Der Viernheimer Hospizverein e.V. orientiert sich an einem christlich- humanistischen Weltbild.
  • Wir sind eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Glaubensvorstellungen, deren notwendige Kraft aus der Vielfalt der unterschiedlichen Quellen des Glaubens und der Lebenserfahrung fließt. Diese Vielfalt und Unterschiedlichkeit erleben wir als wertvoll.

Der würdige Umgang und die Wahrung der Eigenständigkeit

  • Wir üben uns in einer respektvollen Achtung dem individuellen Menschen, seiner Lebensgeschichte, seinem Glauben und seiner Familie gegenüber.
  • Wir tolerieren und respektieren die Wünsche des sterbenden Menschen und seiner Angehörigen. Wir sorgen für sie, wo sie unsere Hilfe benötigen, in der Begleitung, als Ansprechpartner und im Zusammenwirken aller Beteiligten.
  • Wir grenzen uns gegenüber der aktiven Sterbehilfe ab.

Unsere Vorstellung zur Wahrhaftigkeit

  • Wir bemühen uns um Wahrhaftigkeit im Umgang mit den sterbenden Menschen und deren Angehörigen.
  • Wichtig für uns ist ebenfalls die Kommunikation unter einander und zu anderen Mitwirkenden in der Begleitung, Behandlung und Pflege des sterbenden Menschen.
  • Wir verpflichten uns zur Verschwiegenheit.

Die Vermittlung und Vernetzung des Hospizgedankens nach innen und außen

  • Wir vermitteln unsere Arbeit den Menschen und wollen sie ermutigen, sich mit der Endlichkeit des Lebens, mit Krankheit, Sterben, Leid und Tod zu befassen und dadurch Kraft auch für ihr Leben zu finden.

Unsere Auffassung von der Begleitung in der Trauer

  • Wir bieten den Trauernden unsere Begleitung an.
    Trauer ist ein Prozess für alle Betroffenen beim Sterben eines Menschen. Wir weisen auf Hilfen innerhalb und außerhalb des Vereins hin oder vermitteln diese an kompetente Fachleute.

Unser gemeinsames Zusammenwirken

  • Wir kommen als Hospizhelferinnen und Hospizhelfer aus unterschiedlichen Berufen und Lebenserfahrungen und bringen dieses Können und Wissen ehrenamtlich in die Hospizarbeit mit ein.
  • Wir suchen den guten Kontakt und das Zusammenwirken mit den hauptamtlich arbeitenden Menschen im Verein und in den übrigen Institutionen (Pflegedienste, medizinische Dienste und Kirchen), auf deren Zusammenarbeit der sterbende Mensch und die Angehörigen angewiesen sind.
  • Wir wünschen uns, dass wir alle im Sinne des Leitbildes die tägliche Arbeit, das Miteinander gestalten, und dass uns eine bestmögliche Übereinstimmung zwischen formulierter Vision und gelebtem Alltag gelingen mag.
  • Menschen in ihrer letzten Lebensphase brauchen besondere Unterstützung und Begleitung. Die Hospizidee will ermutigen, die eigenen Grenzen des Lebens wahrzunehmen und schwerstkranken und sterbenden Menschen Begleitung anzubieten, damit sie erfahren können:
    „Ich werde nicht allein gelassen"

 

Weg zu Zweit2

„Gemeinsam getragenes Leid kann zu einer Brücke werden, die alles Trennende überwindet.“

Irmgard Erath