Seminar für Ehrenamtliche in der Sterbe- und Trauerbegleitung

Am 11. September hat in den Räumen der Senioren Begegnungsstätte das Seminar „Freundlichkeit mit mir selbst“ stattgefunden. In diesem Seminar konnten Ehrenamtliche lernen, einen guten Blick auf sich selbst und auf die eigenen Gefühle in der Trauerbegleitung zu bekommen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden sensibilisiert für mehr Selbstfürsorge und darauf, die eigenen Grenzen besser zu erkennen und mit diesen umzugehen. Freundlichkeit zu sich selbst, Entspannung und Reflektion erleichtern den Umgang in der anspruchsvollen Tätigkeit im Umgang mit Menschen in Tod und Trauer.

Die Referentin Felicia Schöner erörterte in diesem Tagesseminar den psychologischen Hintergrund des Konzeptes der Selbstfürsorge, gab Tipps zur Anwendung von Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung, sowie zum Haushalten mit den eigenen Kräften in schwierigen Lebenssituationen.

Gemeinsam wurden diese Inhalte mit den interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Gruppenarbeiten, Übungen und Diskussionen erarbeitet

Felicia Schoener

Felicia Schöner, Koordinatorin Hospizdienst Odenwald, Sonderpädagogin, Körpertherapeutin, systemische Therapeutin und Supervisorin, Trauerbegleiterin

 

Wenke Stülpner

Kunstausstellung im Hospiz Schwester Paterna

Begegnungen „auf mondhellem Pfad“

Am 03. September dankte die Leitung des stationären Hospizes Schwester Paterna allen Kooperationspartnern, Förderern und Freunden für deren Unterstützung mit einer besonderen Ausstellung und Lesung.

Kurt Adam Arnold stellt derzeit Bilder in unterschiedlichen Formaten aus. Menschen in Beziehung zueinander, dargestellt in flächigen, kraftvollen und gleichzeitig zurückhaltenden Farben. Daneben schmücken seine Skulpturen aus Holz ebenfalls den Eingangsbereich des Hospizes.

Arnold Auf mondhellem Pfad1

Die Eröffnung wurde umrahmt mit einer Lesung von Traudel Beickler, die ihr Buch „Auf mondhellem Pfad“ vorstellte. Mit einem Glas Wein vom Weingut Göhring aus Flörsheim-Dahlsheim wurde auf die gute Zusammenarbeit angestoßen. Dieser Wein kann im Hospiz erworben werden, der Erlös aus dem Weinverkauf kommt der Einrichtung zu Gute.

Wencke Stülpner

Abschied und Trauer - Schritte zurück ins Leben

Neues Angebot des Hospizvereins: Spaziergänge für trauernde Angehörige Waldweg

Wenn man sich über den Tod eines lieben Menschen austauschen möchte, geht das nicht immer in der Familie oder im Freundeskreis, weil manche Angehörige zu sehr mit „ihrem eigenen Verlust“ beschäftigt sind und weil jeder Mensch Trauer anders empfindet und verarbeitet. In diesem Fall können Gespräche mit erfahrenen Trauerbegleiter*innen hilfreich sein.

Das Trauercafé und die Trauertreffs des Viernheimer Hospizvereins sind Begegnungsstätten für Menschen, die alle Ähnliches erlebt haben und die über ihre wechselvollen Gefühle, Sorgen und Perspektiven sprechen möchten. Corona bedingt mussten diese Treffen lange ausfallen oder haben nur sehr unregelmäßig stattgefunden.

Die ehrenamtlichen Trauerbegleiter*innen des Viernheimer Hospizvereins haben deshalb Trauer- Spaziergänge ins Leben gerufen. Am 06.Juli waren die Damen das erste Mal mit Trauernden im Wald unterwegs.

Trauern ist ein Weg des Abschieds und des Aufbruchs

Eine gute Stunde in Bewegung sein, ein Stück gemeinsam gehen und sich miteinander über die gemachten Erfahrungen austauschen, ist der Zweck dieses kostenlosen Angebotes. Auch gemeinsam schweigen, in sich selbst und in die Natur hineinhorchen kann stärken, die Schritte werden leichter und die Stimmung hellt sich auf.

Die nächsten Trauerspaziergänge finden am Dienstag, den 03. August und Dienstag, den 06. September statt. Treffen ist um 18.00 Uhr am Eingang des Waldfriedhofs (Neuer Friedhof), Kirschenweg 6, in Viernheim.
Für die Organisation melden Sie sich bitte unverbindlich an. Hospizverein Viernheim Telefon: 06204/602559 Fax: 06204/ 9180888 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wencke Stülpner

Ein Klavier für den Hospizverein

An einem Ort, wo Sprache an Grenzen stößt und Körper und Geist Entspannung brauchen, kann Musik eine wohltuende Erfahrung sein. 

Familie Frank aus Viernheim hat sich vielleicht diese Gedanken gemacht, als sie dem Hospizverein im Juni ein Klavier übergeben hat. Das Instrument wurde in der Familie nicht mehr bespielt und sollte eine neue Bestimmung bekommen. Dass die Wahl dabei auf den Hospizverein gefallen ist, hat die Koordinatorinnen Frau Engelmann und Frau Möller sehr berührt. Da der Hospizverein in seinen Räumen nur begrenzte Stellmöglichkeiten hat, wurde gemeinsam mit der Leitung des Hospizes Schwester Paterna entschieden, das schöne, wohlklingende Klavier im Aufenthaltsraum des stationären Hospizes aufzustellen.

Klavier

Gedacht ist nun, auf dem neuen Instrument kleine Hauskonzerte z.B. durch Angehörige durchzuführen, aber auch professionelle Musiktherapie für die Patientinnen und Patienten anzubieten.

Musik kann dabei helfen Traurigkeit zu lösen und Emotionen fließen zu lassen. Sie lenkt Gedanken in positive Bahnen und ist eine schöne Abwechslung in den schmerzlichen Lebensumständen, in denen Familien Abschied nehmen müssen.

Der Viernheimer Hospizverein dankt der Familie Frank sehr herzlich für diese ganz besondere Spende und wird das Klavier zur Freude aller regelmäßig nutzen.

Wencke Stülpner

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